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Sex in der Einheit

Sexuelle Energie ist im körperlichen Raum das, was Liebe im Gefühls-Raum und Selbst-Vertrauen im mentalen Raum ist. Diese drei Räume sind für alle Menschen unmittelbar erfahrbar, die sich mit ihrer Aufmerksamkeit nach Innen richten. Und jeder Raum ist mit den anderen eng verzahnt und letztendlich eine Einheit. Diese Einheit ist das SELBST.

Es beginnt immer bei mir selbst oder anders formuliert in meinem SELBST.

Jeder Austausch mit anderen Menschen findet auf der mentalen Basis meines Selbstvertrauens statt, im Gefühl der Liebe und getragen von sexueller Energie.

Wenn ich genügend Selbstvertrauen habe, kann ich anderen vertrauen, ihnen mein Vertrauen schenken.

Wenn ich genügend Selbstliebe in mir trage, kann ich andere bedingungslos lieben, ihnen meine Liebe schenken.

Wenn ich genügend sexuelle Energie in meinem Körper spüre, kann ich Sex mit dem geliebten Menschen machen.

Es gibt jeweils einen inneren Aspekt und einen äußeren Aspekt dieser drei Phänomene.

Selbstvertrauen, Liebe und sexuelle Energie sind im Inneren untrennbar miteinander verbunden. Auch im Äußeren sind sie das, häufig wird aber so getan, als wären sie trennbar. So entsteht die Idee von Sex ohne Liebe.

Die Menschen haben vergessen, dass das gesunde Leben ein einziger „Dauer-Orgasmus“ ist. Volles Selbstvertrauen, umfassende Selbstliebe, unbändige sexuelle Energie. Das ist der normale Alltag eines Erleuchteten und das ist das Geburtsrecht eines jeden Menschen.

In allen drei Räumen gibt es diese innerste Ebene und einen äußeren, zwischenmenschlichen, systemischen Aspekt.

Dieser vierte Raum, den wir Menschen beleben, der wir SIND,  ist der zwischenmenschliche Raum, der systemische Raum, der soziale Raum. Das sind nur verschiedene Ausdrücke für ein und dasselbe.

Auch dieser Raum ist untrennbar verküpft mit den drei inneren Räumen des Menschen. Auch hier gelten wieder die Gesetzmäßigkeiten der Einheit. Jede Bewegung, jede Anregung in dem einen Raum erzeugt auch eine Bewegung in den anderen.

Wir Menschen denken oft, dass wir selbst an unserer Hautgrenze enden. Alles was außerhalb dieser Grenze ist, empfinden wir in unserer Kultur als das Andere, oder den Anderen. Das ist eine willkürliche kulturelle Festlegung. Das ist nicht zwingend so und muss auch nicht so bleiben.

Denn in Wirklichkeit ist es so, dass wir Menschen auch dieser vierte Raum sind. In Einheit mit ihm sind. Ich bin auch DAS, dieser soziale, systemische Raum.

In diesem Raum treten Menschen auf der sozialen Ebene miteinander in Kontakt. Und in diesem Raum findet das statt, was in unserer Kultur und Gesellschaft Sex genannt wird. Es findet scheinbar getrennt und unabhängig von den anderen drei inneren Räumen der Existenz statt. Sex als reines Vergnügen, ohne Liebe, ohne Selbstvertrauen, ohne wirkliche eigene sexuelle Energie. Sex als von Außen, vom Anderen induziertes Vergnügen.

Ja, so leben wir unser Leben in unserer Kultur und Gesellschaft. Das geht, aber das ist noch nicht alles. Das Leben in Erleuchtung bietet weit mehr.

Der fünfte Raum, die kosmische Dimension der physikalischen, uns umgebenden Welt gehört auch zur Einheit des Lebens. Und auch da gilt das Gesetz der Einheit. Auch DAS bin ich…

Ich lebe anders, in dieser Einheit der fünf Existenzräume, mitten unter all den Menschen, die mit der inneren Entscheidung leben, das alles voneinander getrennt ist, mit der Meinung, dass das Leben nur in der äußersten Existenzebene lebenswert ist.