Wunscherfüllung

Ist das eigentlich jedem bewusst, dass man Wünsche nicht nach Außen, sondern nach Innen tragen muss, damit sie in Erfüllung gehen? Das man sie mitnehmen muss in den Bereich der Existenz, aus dem alles entsteht, dem SEIN im tiefsten Inneren?
Da unser wahres Selbst dort zu Hause ist, haben wir einen Zutritt zu diesem absoluten Bereich der Existenz. Was dorthin mitgenommen wird in tiefer Meditation, geht spontan und ohne Anstrengung in Erfüllung. Und wenn ein Wunsch mal so richtig egoistisch ist, löst er sich dort einfach in Wohlgefallen auf und kann somit keinen Schaden anrichten.
Für erleuchtete Menschen, die dieses SEIN im täglichen Leben realisiert haben, geschieht auf diese Weise die spontane Wunscherfüllung über die in Esoterik-Kreisen so viel geredet wird.

Der Schockzustand des Unterbewusstseins

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Unterbewusstsein so eine Art psychischen Schockzustand des menschlichen Bewusstseins darstellt. So hat es sich für mich immer angefühlt.

Vorweg gesagt: Gegen die körperlichen Folgen hilft Entspannung, gegen die falschen mentalen Schlussfolgerungen hilft nur Aufarbeitung, und erst dann lösen sich die damit einhergehenden emotionalen Probleme.

Am Anfang meiner Beschäftigung mit diesem Thema dachte ich, dass Entspannung allein ausreichen würde, um alle Folgen dieses Schockzustandes aufzulösen. Später erkannte ich, dass das nicht funktioniert. Das Unterbewusstsein verschwindet nicht durch Entspannung.

In der Regel folgt einem schockierenden Erlebnis immer eine negative mentale Bewertung und der folgt dann eine negative emotionale Reaktion. Und die beiden lassen sich unter keinen Umständen nur durch reine Entspannung rückgängig machen.

Ich denke, dass viele Menschen, die Yoga, Meditation und Advaita machen, das nicht berücksichtigen.

Schockierende Erlebnisse laufen so schnell und gewaltig ab, dass unsere mentale und emotionale Intelligenz mit der gleichzeitigen Verarbeitung überfordert ist. Das kann erst später geschehen.

Bei körperlichen Erlebnissen übernimmt eine Art körperliches Selbst für einen kurzen Moment die Kontrolle und drängt die beiden anderen inneren Instanzen in den Hintergrund. Nur ganz selten gelingt es einem, in Schrecksekunden den inneren Beobachter aufrechtzuerhalten und das Geschehen wie einen Film in Zeitlupe ablaufen zu lassen. In dem Fall findet keine Verdrängung statt.

In allen anderen Fälle muss die Aufarbeitung durch erneute Bewusstmachung später erfolgen, um die verdrängten Inhalte aus dem Unterbewusstsein zu befreien.

Bei körperlichen Erlebnissen (Un- und Überfälle usw.) ist dieser Ablauf leicht nachvollziehbar. Schwieriger wird es eher bei emotionalen und mentalen Schockerlebnissen.

Jemand verletzt einen gefühlsmäßig, oder zerstört das eigene Wertesystem. Auch das sind Schockerlebnisse, die auf Grund der Schnelligkeit des Erlebens ins Unterbewusstsein verdrängt werden, so dass eine Verarbeitung erst wieder später erfolgen kann.

Da wir Menschen im Laufe unseres Lebens mehrere solcher Erlebnisse durchmachen, baut sich das Neue auf dem Alten auf. Wir reagieren also nicht mehr unbelastet und frisch auf neue Erlebnisse, sondern erinnern uns unbewusst an ähnliche und gleiche Situationen, können dadurch aber schneller reagieren, weil wir das ja schon kennen.

So bilden sich unbewusste Verhaltens- und Reaktionsmuster heraus, die Teile unserer normalen Persönlichkeit werden. Wir sind dann halt so, und jeder ist anders.

Aber leider sind diese unbewussten Persönlichkeitsanteile nicht immer vorteilhaft. Immer wieder kann es vorkommen, dass wir quasi automatisch reagieren, und uns hinterher ärgern, weil die Folgen nicht vorteilhaft sind. Wir stehen uns selbst hilflos gegenüber, wir haben uns selbst nicht im Griff, und die Gefühle machen auch noch was sie wollen. Ich glaube, jeder kennt das.

Mit Entspannung allein kommt man da nicht weiter. Und die Erleuchtungserfahrungen helfen einem da auch nicht weiter. Die tauchen in der tiefen Meditation zwar auf, verschwinden dann aber schnell wieder, weil einmal gefasste mentale Bewertungen, die ins Unterbewusstsein abgeschoben wurden, sich nicht ohne eigenes Zutun auflösen können. Das gilt übrigens für jede Form von Bewertung – negative wie positive.

Wenn man seine Aufmerksamkeit auf die eigenen Gefühle und Stimmungen legt, erhält man Zutritt zum Unterbewusstsein und dort findet man den ganzen Bewertungsmüll, den man im Laufe seines Lebens angesammelt hat. Selbsterkenntnis heißt im ersten Schritt immer, sich dem zu stellen und damit aufzuräumen, damit man unbelastet und authentisch in jedem Moment leben, erfahren und reagieren kann.

Meditation kommt dann, in einem zweiten Schritt, zu seiner vollen Wirkung. Wenn der ganze Müll der Vergangenheit losgelassen ist, zeigt sie einem das wahre eigene Selbst und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zur Erleuchtung.

Meine Erfahrung ist, dass es keinen Abkürzungsweg oder Trick gibt sich an dieser inneren Arbeit vorbeizumogeln. Wenn doch, hätten wir schon Millionen von Erleuchtete in den letzten Jahrtausenden unter uns gehabt. Und das ist nicht so.

Sex in der Einheit

Sexuelle Energie ist im körperlichen Raum das, was Liebe im Gefühls-Raum und Selbst-Vertrauen im mentalen Raum ist. Diese drei Räume sind für alle Menschen unmittelbar erfahrbar, die sich mit ihrer Aufmerksamkeit nach Innen richten. Und jeder Raum ist mit den anderen eng verzahnt und letztendlich eine Einheit. Diese Einheit ist das SELBST.

Es beginnt immer bei mir selbst oder anders formuliert in meinem SELBST.

Jeder Austausch mit anderen Menschen findet auf der mentalen Basis meines Selbstvertrauens statt, im Gefühl der Liebe und getragen von sexueller Energie.

Wenn ich genügend Selbstvertrauen habe, kann ich anderen vertrauen, ihnen mein Vertrauen schenken.

Wenn ich genügend Selbstliebe in mir trage, kann ich andere bedingungslos lieben, ihnen meine Liebe schenken.

Wenn ich genügend sexuelle Energie in meinem Körper spüre, kann ich Sex mit dem geliebten Menschen machen.

Es gibt jeweils einen inneren Aspekt und einen äußeren Aspekt dieser drei Phänomene.

Selbstvertrauen, Liebe und sexuelle Energie sind im Inneren untrennbar miteinander verbunden. Auch im Äußeren sind sie das, häufig wird aber so getan, als wären sie trennbar. So entsteht die Idee von Sex ohne Liebe.

Die Menschen haben vergessen, dass das gesunde Leben ein einziger „Dauer-Orgasmus“ ist. Volles Selbstvertrauen, umfassende Selbstliebe, unbändige sexuelle Energie. Das ist der normale Alltag eines Erleuchteten und das ist das Geburtsrecht eines jeden Menschen.

In allen drei Räumen gibt es diese innerste Ebene und einen äußeren, zwischenmenschlichen, systemischen Aspekt.

Dieser vierte Raum, den wir Menschen beleben, der wir SIND,  ist der zwischenmenschliche Raum, der systemische Raum, der soziale Raum. Das sind nur verschiedene Ausdrücke für ein und dasselbe.

Auch dieser Raum ist untrennbar verküpft mit den drei inneren Räumen des Menschen. Auch hier gelten wieder die Gesetzmäßigkeiten der Einheit. Jede Bewegung, jede Anregung in dem einen Raum erzeugt auch eine Bewegung in den anderen.

Wir Menschen denken oft, dass wir selbst an unserer Hautgrenze enden. Alles was außerhalb dieser Grenze ist, empfinden wir in unserer Kultur als das Andere, oder den Anderen. Das ist eine willkürliche kulturelle Festlegung. Das ist nicht zwingend so und muss auch nicht so bleiben.

Denn in Wirklichkeit ist es so, dass wir Menschen auch dieser vierte Raum sind. In Einheit mit ihm sind. Ich bin auch DAS, dieser soziale, systemische Raum.

In diesem Raum treten Menschen auf der sozialen Ebene miteinander in Kontakt. Und in diesem Raum findet das statt, was in unserer Kultur und Gesellschaft Sex genannt wird. Es findet scheinbar getrennt und unabhängig von den anderen drei inneren Räumen der Existenz statt. Sex als reines Vergnügen, ohne Liebe, ohne Selbstvertrauen, ohne wirkliche eigene sexuelle Energie. Sex als von Außen, vom Anderen induziertes Vergnügen.

Ja, so leben wir unser Leben in unserer Kultur und Gesellschaft. Das geht, aber das ist noch nicht alles. Das Leben in Erleuchtung bietet weit mehr.

Der fünfte Raum, die kosmische Dimension der physikalischen, uns umgebenden Welt gehört auch zur Einheit des Lebens. Und auch da gilt das Gesetz der Einheit. Auch DAS bin ich…

Ich lebe anders, in dieser Einheit der fünf Existenzräume, mitten unter all den Menschen, die mit der inneren Entscheidung leben, das alles voneinander getrennt ist, mit der Meinung, dass das Leben nur in der äußersten Existenzebene lebenswert ist.

Menschen dürfen nicht zu Patienten gemacht werden.

Es gibt eine wichtige Unterscheidung, die ich hier darstellen möchte.

Der spirituelle Weg konfrontiert uns genauso mit unseren Traumata und unserer Vergangenheit, wie es ein normales materielles Leben auch tut. Wenn wir ein wirklich glückliches Leben leben wollen, kommen wir nicht darum herum, uns mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen, und den Teil von uns aus der Vergangenheit zu befreien, den wir damals zurücklassen mussten, um den Anforderungen in der Familie, im Kindergarten und in der Schule gerecht zu werden.

Wenn wir unsere abgespaltenen Selbstanteile nicht befreien und in unser heutiges Selbst integrieren, werden wir immer das Gefühl haben, dass irgend etwas nicht stimmt und wir nicht wirklich zufrieden sein können mit uns selbst und immer etwas im Äußeren suchen müssen.

Wichtig ist es, dass wir uns klar machen, dass die Notwendigkeit für diese Aufarbeitung eine freiwillige Sache ist und nur von uns selbst kommen kann, und nur durch uns selbst getan werden kann. Niemand kann uns diese emotionale, mentale und körperliche Heilarbeit abnehmen. Und wir sollten niemals auf die Idee kommen, dass wir krank sind, nur weil wir den Weg noch nicht ganz geschafft haben.

Es gibt heutzutage so viele Therapien, die sich diesem Thema der Aufarbeitung der Kindheit verschrieben haben, und eine Menge Wahrheiten herausgefunden haben über die menschliche Psyche. Was sie aber alle falsch machen bei diesem Thema ist, dass sie diese Suche nach Ganzheit als Behandlung einer Krankheit ansehen. Das ist falsch, denn jeder Mensch, der die Zeit seiner Kindheit dadurch überlebt hat, dass er Erinnerungen und Erlebnisse verdrängt hat, also Teile von sich selbst abgespalten hat, ist ein Held. Denn er hat überlebt. Die Alternative wäre gewesen, dass er sich völlig aufgibt und stirbt.

Deshalb sehe ich das therapeutische Wissen als gut an, die Art und Weise wie es vermarktet und angewendet wird, wie es verkauft wird, und wie Menschen zu Patienten gemacht werden, als Fehler.
Es ist dadurch ein Psycho-Markt entstanden, der Menschen zu Kunden macht, indem sie entweder therapeutische Methoden kaufen müssen, oder Psychopharmaka, von denen sie abhängig werden wie von Drogen.

Der spirituelle Weg ist der sanfte und menschliche Weg der Heilung, da auf dem Weg zur Erleuchtung diese ganzen Traumata ans Tageslicht kommen. Der Mensch als Suchender sich aber nicht als kranken Patienten sehen muss..
 
Das ist ein ganz wichtiger Unterschied, der in unserer Kultur viel zu wenig beachtet wird.

Nicht-Erleuchtung ist keine Krankheit, sondern einfach ein anderer Bewusstseinszustand, in dem das innere Glück und die Liebe sich nicht vollständig entfalten konnten, weil man zu oft nicht den Zuspruch und die Liebe bekommen hat in der Kindheit, die man gebraucht hätte.

Jeder Mensch hat die Möglichkeit sich von diesen Mängeln zu befreien, wenn er erwachsen ist. Wenn er es nicht will und nicht macht, verzichtet er auf sein volles Potential als menschliches Wesen.

Unsere Kultur muss sich entwickeln zu mehr gegenseitiger Unterstützung auf diesem Weg der Ganzheit und Erleuchtung, und weg von der Idee, dass alles vermarktbare Krankheit ist.

Trauma und Erleuchtung

Ich hatte in meinem letzten Beitrag beschrieben wie wichtig es ist, dass wir unsere Traumata verarbeiten und im Hier und Jetzt ankommen, und wie wichtig das für unsere Erleuchtung ist.

Nach der Lektüre des Buches: Die Lust am Leben wieder entdecken von Jean C. Jenson wurde mir noch deutlicher klar, warum das so ist. Die Autorin beschreibt, dass wir im Grunde unbewusst in unserem kindlichen Bewusstsein ein Leben lang gefangen sind, wenn wir uns nicht von unseren Traumata lösen. Wir wissen oftmals gar nicht, wie unser erwachsenes Bewusstsein, also unser wahres Selbst, wie sie es nennt, aussieht, einfach weil wir es aufgrund unserer Traumata noch nie erfahren haben.

Und jetzt stelle man sich eine Erleuchtungserfahrung vor, die auf solch ein kindliches Bewusstsein trifft. Wie soll man das verarbeiten und einordnen? Wie soll man das integrieren ins tägliche Leben, wenn man sich noch im kindlichen Bewusstsein befindet? Das ist völlig unmöglich, und so fällt man wieder raus aus der Erfahrung dieses höheren Bewusstseinszustandes.

Solange nicht das erwachsene Selbst realisiert ist, bringt die ganze Erleuchtung nicht viel. Sie kommt mit ein bisschen Glück als kurzfristige Erfahrung und verschwindet dann genau so schnell wieder. Im täglichen Leben bleibt nicht viel davon übrig.

Ich denke, dass diese Erkenntnis so ziemlich alles an Meditationstradition in Frage stellt, denn mit dem Thema Trauma und Kindheitsbewusstsein hat sich noch keine spirituelle Tradition richtig beschäftigt. Und deshalb gibt es auch so wenig Erleuchtete auf der Welt nach all den tausenden Jahren der Suche.

Glaube und Hoffnung gibt es sehr viel, aber wenig echte Verwirklichung des Höchsten.

Also anfangen, weitermachen und nicht aufgeben, bis das große Ziel erreicht ist!

Schock und Trauma

Ich habe mir mal angeschaut, welche Ereignisse und Erfahrungen in der Vergangenheit mein Leben am nachhaltigsten beeinflusst haben.

Es waren immer die Schocks und Traumata, die ich erleben musste, und immer die Angst vor den Schocks und Traumata, die ich schon erlebt hatte. Und später dann die Angst vor dieser Angst.

Wobei man sich klar machen muss, dass für ein Kind schon ein einfacher Liebesentzug eine Morddrohung darstellen kann, mit den entsprechenden seelischen Konsequenzen. In diese Kategorie fallen deshalb sehr viele Erlebnisse in unserer Kindheit!

Ich gehe davon aus, dass wir wirklich alle von solchen Dingen belastet sind. Mit Ausnahme einiger weniger „Königskinder“.

Viel Arbeit war es für mich, diese seelischen Tatsachen aus der Verdrängung zu befreien, die Angst vor der Angst und die Angst vor dem erlebten Traumata loszuwerden, und mit dem erlebten Horror ins Reine zu kommen.

Das war eine wirklich intensive und lohnende Arbeit.

Und ich habe gemerkt, dass das zum Erwachsenwerden dazu gehört.

Und bevor diese Arbeit nicht geleistet ist, klappts nicht mit der dauerhaften Erleuchtung.

Das Leben schickt einen immer wieder zurück, damit man diese Arbeit erledigt und zu Ende bringt. Dieser seelische „Müll“ lässt sich nicht einfach wegmeditieren oder wegtranszendieren. Das Ego bleibt an einem kleben und taucht immer wieder auf.

Ich spreche da aus jahrzehntelanger Erfahrung.

Jeder, der in diesem Zusammenhang etwas Anderes erzählt, spricht aus Unwissenheit und will Euch einen Bären aufbinden. In der Regel leidet er selbst noch an solchen unverarbeiteten Dingen in seiner Seele.

Ich hatte mich auch lange, lange Zeit gegen diese einfache Wahrheit gewehrt. Mein Wunsch nach Erleuchtung war aber zum Glück stark genug, dass ich mich nicht davon habe abschrecken lassen, und eines Tages war es dann geschafft und ich bin mit dem Nichts und der Liebe und dem Bliss verschmolzen.

Das Ego ist nur die Spitze des Eisberges

Es gibt einen Punkt in der eigenen Entwicklung, der in der Regel zu einer Sackgasse wird. Ich hatte das Glück da wieder herauszufinden, merke aber, dass dieser Punkt nirgends umfassend thematisiert ist.

Deshalb hier nun der Versuch einer Beschreibung und meiner gefundenen Lösung.

Wir kommen nicht darum herum alle Knoten zu lösen, bevor wir Erleuchtung im Alltag aufrecht erhalten können!

Jede Idee, sich davor zu drücken, ist zum Scheitern verurteilt. Es gibt nicht einen einzigen Erleuchteten, dem das geglückt ist. Einzelne Königskinder gehen diesen Weg schneller und leichter, in der Regel liegt aber ein ganzes Stück Arbeit vor einem.

Ich habe das gemacht, ich bin diesen Weg gegangen, und weiß deshalb wovon ich rede.

Jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens eine Vielzahl von Erfahrungen machen müssen, die er auf Grund seiner Unerfahrenheit nicht richtig bewertet hat und somit nicht vollständig verarbeiten und integrieren konnte. Diese Fehlbewertungen finden immer in einer emotional geladenen Situation statt. Zum Nicht-Verstehen kommt also immer auch das Nicht-Aushalten können.

Als erwachsener Mensch lassen sich solche Erlebnisse in der Regel gut verarbeiten, weil man immer und immer wieder hindurchgeht in seiner Erinnerung bis man das Ganze eingeordnet und verarbeitet hat. Dasselbe macht man auch als Kind schon von Geburt an. Allerdings stehen einem da noch nicht die geistigen Mittel zur Verfügung, die man als Erwachsener hat. Und so kommt es zu diesen „Verknotungen“ im Innenraum, die den Rest des Lebens überdauern. Manche nennen es „Schatten“, manche Unterbewusstsein, manche einfach Neurosen usw. Gemeint ist immer der Anteil der Person, des Ichs, der einem nicht bewusst ist, der aber trotzdem oder gerade deshalb einen enormen Einfluss auf die eigene Persönlichkeit und das Leben ausübt. Die  Persönlichkeitsentwicklung ist so stark davon betroffen, dass eigene Weltbilder geformt werden, um zumindest eine intellektuelle Integration der Erlebnisse und ihrer unbewussten emotionalen Folgen zu erreichen.

So gesteht man jedem seine „Macke“ zu und lebt selbst damit. Unsere modernen Gesellschaften zeichnen sich diesbezüglich durch eine große Toleranz aus, was es uns ermöglicht damit zu leben.

Menschen, die den Weg der Erleuchtung gehen, werden nun regelmäßig mit diesem „Schatten“ konfrontiert. Mehr als die Menschen, die sich einer eher oberflächlichen, materialistischen Lebensweise verschrieben haben. Das ist nicht verwunderlich, weil die tiefe innere Ruhe, die man in der Meditation und ähnlichen Übungen erfährt, den Blick schärft für diese unbewältigten, unbewussten Schatten.

Sie als Teil der eigenen Persönlichkeit zu akzeptieren, ist der erste Schritt, den jeder Praktizierende vollziehen muss, will er erfolgreich mit seinen Übungen sein. Denn Selbst-Ablehnung steht natürlicherweise jedem persönlichen Fortschritt im Wege.

Und genau hier ist  der Punkt, wo die Sackgasse beginnt. Denn diese Annahme führt automatisch zu einer subjektiven Wegbewegung von der Erleuchtung. Aber genau die will man ja haben und da will man ja hin.

Durch einige Zeit der Praxis hat man es sich schön bequem gemacht in seiner inneren Selbstannahme und ist damit in der Sackgasse gelandet. Man hat dann wenig Lust da wieder herauszukommen und sich mit unverdauten Erlebnissen aus der Vergangenheit zu beschäftigen. Ganz im Gegenteil sucht man mit allen Mitteln einen Weg darum herumzukommen, z.B. in dem man bereit ist sein Ego aufzugeben, es auslöscht durch einschlägige Übungen, die dabei hilfreich sind.

Die Logik dahinter ist bestechend. Wo kein Ego, da keine unverdauten Erlebnisse und Erinnerungen. So oder ähnlich predigen seit Jahrtausenden viele Weisheitstraditionen den Weg zur Erleuchtung.

Und ich sage hier das erste Mal Stopp! So geht das nicht! Und es ist nie so gegangen! Niemals.

Immer und unter allen Umständen müssen  die eigenen Schatten erst einmal zu Seite geräumt werden, bevor die Erleuchtung angenommen werden kann und damit dauerhaft werden kann. Und zwar alle. Jede noch so kleine unverdaute Geschichte im eigenen Leben bedeuted den Rückfall in alte Bewusstseinszustände. Und genau das ist die Erfahrung, die Millionen Praktizierende auf der ganze Welt immer und immer wieder machen.

Nur wenige Menschen scheitern an dem Problem, dass sie ihr Ego nicht loslassen wollen, wenn sie sich der Mühe unterzogen haben ihre Vergangenheit zu klären. Die Allermeisten scheitern daran, dass sie erst gar nicht zu diesem Punkt der Entwicklung vordringen. Und wenn sie es doch schaffen sich an all ihrem inneren Müll vorbei bis zum Zustand der Ichlosigkeit vorzuarbeiten, erwartet sie leider nicht die versprochene Glückseligkeit, Fülle und Liebe, sondern nur eine gähnende Leere. Und die macht dann in der Regel auch noch richtig Angst!

Da ich mich der Mühe unterzogen habe mich meinen Schatten zu stellen, und das so lange, bis alle aufgelöst waren, weiß ich wirklich, wovon ich spreche. Mit dem Auflösen der Schatten, der ganzen Knoten, all der unbewussten Anteile, löst sich das Ego in einem letzten Schritt selbst auf. Damit einher geht die finale Erkenntnis, dass das Ego, das Oberhaupt aller Schatten war, der Kopf aller unbewussten Regungen, das steuernde Element des Unterbewusstseins, die Spitze des Eisberges. Deshalb bringt es nichts, wenn man den Kopf abschlägt, er wächst einfach wieder nach. Solange, bis der ganze Eisberg geschmolzen ist.

Das Ego ist nur die bewusste Spitze des unbewussten Eisberges der ungeklärten Themen. Immer und immer wieder taucht der Rest einfach auf. Und verhindert solange den Zustand der dauerhaften Erleuchtung.

Das ist meine Erfahrung und ich habe sie durch eine 20 jährige Übungs-Praxis und eine anschließende 15 jährige Forschung selbst erlebt, erst an mir und dann mit Anderen verifiziert. Mein persönlicher Weg begann mit 15 Jahren mit dem Erlernen von Meditation und Yoga und endete mit der vollständigen Auflösung des Ego im Alter von 52 Jahren. Seit der Zeit verschwindet die Erleuchtung nicht mehr, und ich schreite voran zu weiteren höheren Bewusstseinszuständen, die erst möglich sind, wenn Erleuchtung dauerhaft im Alltag gelebt wird.

Diese fast 40 jährige Reise war das größte Abenteuer meines Lebens!

Es ist das lohnendste, was man als Mensch tun kann. Es ist die Erfüllung des eigenen Dharma und Karma. Es ist Pflicht und Geburtsrecht eines jeden Menschen. Und es sollte jedem Menschen die Gelegenheit dazu gegeben werden, sich in die Lage zu versetzen, es zu tun. Es ist die Erfüllung des uralten Menschheitstraums nach Erleuchtung. Alle Religionen und Weisheitslehren predigen es seit Jahrtausenden. Und jeder Mensch wächst mit dieser Sehnsucht im Herzen danach auf. Wir sollten nicht aufhören mit unseren Bemühungen nach Selbstverwirklichung, bis wir es alle geschafft haben. Dann und nur dann wird es eine neue, schönere, vollkommene Welt geben.

Das Ziel der Praxis der Inneren Stille

Das Ziel der Praxis der Inneren Stille ist die Erfahrung der Einheit im Alltag als stabiler Bewusstseinszustand.

Samyama ist Sanskrit und benennt einen Bewusstseinszustand des Selbst, wenn Körper, Gefühle und Geist eine bewusste Einheit im Übergang zwischen Aktivität und Stille eingegangen sind, auf der feinsten Ebene des Bewusstseins. Das Schauen in diesem Zustand der Einheit erzeugt reine Wahrheit. und das Handeln aus ihm heraus erzeugt Wirklichkeit ohne Leid. Es wird in den Yoga-Sutren von Patanjali auch die Einheit von Dharana, Dyana und Samadhi genannt, was mit Konzentration, Meditation und Versenkung übersetzt wird. Laut Yoga-Philosophie führt dies zur vollständigen Befreiung.

1) Der Zustand der Inneren Stille, den jeder kennt, der eine Zeitlang einer spirituellen Praxis nachgegangen ist, stellt eine erste Voraussetzung für Samyama dar. Das persönliche kleine Ich verliert sich im Ozean der Stille, im Nichts, im Sein, wird völlig eins damit. Wenn man wieder in die Aktivität tritt, verliert sich die Stille und das Ich taucht wieder auf und wird wie gewohnt wieder ganz normal aktiv. Dies ist ein erster Erleuchtungszustand innerhalb der Meditation.

Wenn man die Praxis der Inneren Stillle eine Zeitlang ausgeübt hat, erreicht man einen Zustand, wo sich nicht nur das persönliche Ich in der Stille der Unendlichkeit auflöst, sondern auch der Körper, alle Gefühle und der Geist. Sie befinden sich dann in einer bewussten Einheit, Samyama, die genau wie die innere Stille ins tägliche Leben übernommen werden kann.

2) Wenn die innere Stille dauernd in die Aktivität getragen wird und während der Aktivität nicht mehr verschwindet, hat man das dauernde Gefühl, dass man quasi als unendlich stiller Beobachter „neben“ sich selbst steht und sich bei allem, was man tut, beobachtet.
Man hat quasi einen neuen Bewusstseinszustand erreicht, wo man aus zwei verschiedenen Perspektiven heraus schauen und handeln kann und beliebig zwischen beiden wechseln kann. Man schaut und handelt entweder als normale begrenzte Person, oder man ist die Stille, die sich selbst beim Handeln zuschaut. Man lebt quasi beide Perspektiven gleichzeitig, entweder die Eine oder die Andere.
Es ist da noch eine Trennung vorhanden. Man fühlt sich entweder unendlich oder begrenzt. Beides ist gleichzeitig da, aber noch getrennt voneinander. Das ist ein Kennzeichen dieses Bewusstseinszustandes, der mit der Zeit dauerhaft erhalten bleibt.

3) Wenn man jetzt die bewusste Einheit von Körper, Gefühl und Geist, als Praxis der Inneren Stille, mit in die Aktivität trägt, ändert sich das Empfinden noch einmal und ein neuer Bewusstseinszustand von Einheit baut sich auf.

Die Trennung, die man vorher noch erfahren hat, verschwindet – und die Einheit entsteht. Die Unendlichkeit hat zwei Seiten. Eine unendliche und eine begrenzte. Und beide Seiten sind vollständig im Blickfeld.

Es gibt jetzt nur noch eine Perspektive aus der geschaut und gehandelt wird. Das ist die Perspektive der Unendlichkeit und Stille. Alles wird aus der Perspektive der Unendlichkeit gesehen. Es gibt nicht mehr die Möglichkeit irgendetwas als begrenzt zu sehen. Alles ist ein Teil, ein Ausdruck des Unbegrenzten, das man selbst ist. Und man sieht sich selbst nicht mehr als begrenzter Teil. Unter keinen Umständen.

Man weiß zwar um die Begrenzheit der Objekte, sieht sie aber nur noch als Ausdruck des Unbegrenzten. Es ist, als ob eine Verschmelzung der beiden vorigen Perspektiven stattgefunden hat. Nichts ist da, was nicht Ausdruck des unbegrenzten Seins ist. Und das, was man als sich selbst, als die eigene Individualität empfindet im Alltag, ist auch nur ein Ausdruck des Seins.

4) Nach einiger Zeit verwandelt sich auch diese Perspektive. Sie erweitert sich. Die beiden Seiten der Unendlichkeit verschmelzen zu einer einzigen Seite, wie ein Kreis oder eine Kugel. Alles Begrenzte wird nur noch in Werten des Unbegrenzten wahrgenommen. Es gibt nichts Begrenztes mehr. Die urspüngliche Gegensätzlichkeit von absolut und relativ verschwindet. Alles wird nur noch als ein Teil des Absoluten gesehen. Das Begrenzt wird völlig durchdrungen und aufgelöst vom Unbegrenzten.

Das Sein betrachtet sich selbst. ES beobachtet sich als Beobachter selbst. Der Beobachter IST ES selbst. Man empfindet das nicht mehr als Beobachten. Sondern ist sowohl derjenige der beobachtet, als auch das was beobachtet wird. Es findet quasi eine Verkürzung des Beobachtungsvorgangs statt, weil man selbst Beides ist.
Klingt komisch, ist aber so im eigenen Empfinden. Wie soll ich etwas beobachten, dass ich selbst bin? Ich kann immer nur mich selbst sehen. Und wenn ich das nicht tue, bin ich es trotzdem.
Im Nichts der Unendlichkeit ist Wahrnehmung nur eine Aktivität des Bewusstseins in Bezug auf sich selbst. Das Bewusstsein nimmt sich selbst wahr. ES ist alles inklusive 😉

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Am Anfang tritt diese Empfindung auf, wenn man sich selbst wahrnimmt.
Ich bin DAS.
Dann, wenn man seine Wahrnehmung auf seinen Gegenüber fokussiert.
Du bist DAS.
Dann ist das Gefühl ständig da, wenn man Objekte seiner Umgebung betrachtet.
All dies ist DAS.

Und dann schließt sich der Kreis der Wahrnehmung und alles wird ständig als DAS wahrgenommen, egal ob man ES betrachtet, oder nicht.
Alles ist DAS. Es gibt da nichts außer DAS.
DAS ist Alles und da gibt es nichts, was nicht DAS ist. Immer und zu aller Zeit ist alles nur reines Sein.

Und trotzdem ist „man“ in der Lage in diesem vollkommenen Nichts seinem ganz normalen Tagesablauf nachzugehen.
Es ist wie ein großes Wunder, und ich staune da auch immer wieder drüber 😉

Die Praxis der Inneren Stille

Die Erfahrung der Inneren Stille, die hinter allen Erfahrungen von Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen liegt, ist absolute Voraussetzung für das Erlangen von dauerhafter Erleuchtung. Es ist die Grundübung.

Jede spirituelle Tradition hat seine eigene Praxis um dort hinzugelangen. Man kann durch eine Mantra-Meditation diese Stille erfahren, sich einfach durch alle Empfindungen und Gefühle hindurchfallen lassen bis die Stille auftaucht, oder auch Yoga- und andere körperliche Übungen machen, die zu dieser Ebene der Beruhigung aller psycho-mentalen Bewegungen führt. Das ist alles bekannt, jeder Interessierte praktiziert auf seine ihm genehme Art, und ich glaube, das ist in unserer heutigen Zeit kein wirkliches kontroverses Thema mehr.

Diese Stille ist Ich-los und von daher entsteht der Wunsch, diesen Zustand auch in der normalen Aktivität aufrechtzuerhalten. Ungebunden, frei, nicht-dual zu sein.

Das ist tatsächlich möglich und wird Erleuchtung genannt.

Ich habe über viele Jahre untersucht und erforscht, welche Hindernisse es auf dem Weg zu diesem Ziel gibt, und etwas gefunden, was in keiner Tradition in der Form angesprochen wurde, aber so derartig grundlegend ist, dass man als Praktizierender heutzutage nicht daran vorbeikommt, wenn man Erleuchtung erreichen will. Früher, zu anderen Zeiten und in anderen Kulturen mag das anders gewesen sein. Ich glaube aber nicht.

Als wir diese Entdeckung gemacht hatten, haben wir immer scherzhaft gesagt: Die Erleuchtung verfolgt mich, aber ich bin schneller 😉
Und das kann man wörtlich nehmen!

Das heißt nichts Geringeres, als das wir selbst dafür verantwortlich sind, dass unsere innere Stille immer wieder verschwindet. Wir stecken soviel Arbeit hinein, um die Erfahrung dieses Zustandes endlich zu machen, und wenn wir dann wieder in die Aktivität gehen, beenden wir die Stille regelmäßig selbst. Sie verschwindet nicht ausversehen, sondern weil wir uns so entschieden haben. Immer wieder und wieder.
Und selbst wenn wir diese Entscheidung stoppen könnten, würden wir es emtional nicht ohne Weiteres aushalten können. Unsere Entscheidung gegen den dauerhaften Erleuchtungszustand ist so endgültig und wirkungsvoll, das wir ihr nicht von alleine auf die Schliche kommen. Es bedarf einer ganz bestimmten Arbeit und Praxis, die ihre Zeit dauert. Bei jedem unterschiedlich lange.

Diese Arbeit bedeuted, dass wir uns alle, bzw. die meisten unserer schlechten und auch guten Gefühle, mentalen und körperlichen Erinnerungen und Bilder
anschauen müssen aus der Perspektive der Inneren Ich-losen Stille heraus. Aus der Perspektive, wo der innere Beobachter ganz bei sich selbst ist, wo das Ich mit dem Selbst verschmolzen ist, wo Aufmerksamkeit als höchster Ausdruck des unendlichen Bewusstseins auftritt und alle Erscheinungen und Phänomene als Ausdruck seiner Selbst sieht.

Nur in diesem Zustand der vollkommenen Ich-losen Aufmerksamkeit besteht die Möglichkeit alle Impulse so sehr als Teil von sich selbst zu sehen, dass jegliche Trennung aufgehoben werden kann und die damit auftretenden emotionalen Folgen ausgehalten werden können.

Das kleine begrenzte Ich kann das nicht, weil es sich sofort in den mentalen Bildern, Erinnerungen, Gefühlen und körperlichen Empfindungen verlieren würde. Es ist der aussichtslose Versuch vieler Therapeuten und anderer Coaches, Trainer und Geistheiler, ihren Patienten und Clienten zu einer Befreiung und Erleuchtung zu verhelfen, die auf der Ebene des Ichs nicht erlangt werden kann. Das hat schon so viel Frust und Enttäuschung hervorgerufen. So viele Praktizierende haben ihren spirituellen Weg deshalb verlassen.

Alle selbsterzeugten Impulse, die aus der absoluten Stille aufsteigen, müssen mit Hilfe der Aufmerksamkeit des Ich-losen Selbst angeschaut, verstanden und geklärt werden. Das daraus resultierende Erkennen und Verstehen ist ein solch großartig Anderes, als das der Ich-Ebene. Das kann viel Arbeit sein, aber das Ergebnis ist auf jeden Fall:

Erleuchtung und Weisheit

Dauerhafte Erleuchtung

Es ist wahrscheinlich den meisten Menschen, die auf irgendeine Art und Weise auf ihrer spirituellen Reise sind, gar nicht bewusst, dass Gefühle und Stimmungen die zentralen Themen im Bereich Erleuchtung sind.
Meine Erfahrung ist, dass es nicht reicht, nur auf die innere Ebene der Stille zu gelangen und dort die Aufmerksamkeit zu verankern, um dann auch in der Aktivität immer diese Stille aufrechterhalten zu können. Jeder, der diese Erfahrung der inneren Stille kennt, weiß, dass aus dieser Stille heraus eine Unzahl von Impulsen aufsteigen und sich manifestieren. Das sind Gedanken, Emotionen, Handlungsimpulse, mentale Bilder usw.
Oft lautet die Anweisung, nicht nach diesen Impulsen zu greifen, sondern einfach in der Ich-losen Stille zu bleiben. Und das auch, wenn man wieder in die Aktivität zurückkehrt.
Leider reicht das oft nicht, wie viele Sucher und Praktizierende immer wieder erfahren müssen. Sobald sie in die Aktivität zurückkehren und damit in den ganz normalen Alltagsstress, verlieren sie die Erfahrung der inneren Stille und Weite. Und das ist natürlich nicht so schön.
Ich hatte das auch viele Jahre lang und habe folgende Lösung für dieses Problem gefunden:
Wenn man tief in dieser inneren Stille ruht und die verschiedenen Impulse sieht und spürt, wie sie aufsteigen aus dieser Stille und sich mehr oder weniger schnell manifestieren, dann legt man einfach seine Aufmerksamkeit auf sie, gibt ihnen ein OK, und bleibt trotzdem in der inneren Stille. Die Impulse dürfen einfach da sein, man tut nichts dafür und nichts dagegen. Man taucht nicht hinein, sondern bleibt dabei ganz bei sich selbst in dieser Inneren Stille.
Wichtig zu wissen ist, dass die Impulse mit der stärksten emotionalen Energie immer diejenigen sind, die die eigene innere Stille als erstes brechen. Und wichtig ist auch zu wissen, dass die Ursache für das Auftauchen dieser Impulse immer, unter allen Umständen, durch eine eigene mentale Entscheidung hervorgerufen wird.
Insofern beenden wir unsere Innere Stille letzendlich immer wieder selbst. Sie verschwindet nicht von allein, wenn wir wieder in die Aktivität gehen, sondern wir lassen sie selbst verschwinden. Und das ist etwas, was wir auf jeden Fall beenden müssen, wenn wir dauerhaft Erleuchtung im Alltag haben wollen.
Und das wollen wir doch, oder?